Biss-Reihe von Stephenie Meyer

(1) Biss zum Morgengrauen; (2) Biss zur Mittagsstunde; (3) Biss zum Abendrot; (4) Biss zum Ende der Nacht Book Cover (1) Biss zum Morgengrauen; (2) Biss zur Mittagsstunde; (3) Biss zum Abendrot; (4) Biss zum Ende der Nacht
Biss (Original: Twilight)
Stephenie Meyer
Urban-Fantasy, Vampirroman, Liebesroman
Carlsen
2009
gebundene Ausgabe im Schuber
510 - 789

In diese Rezi geht es um einen Klassiker der Vampirromane: Die Biss-Reihe von Stephenie Meyer. Die vierteilige Reihe handelt von der Liebe zwischen Mensch und Vampir, zwischen Edward und Bella.

Die Biss-Reihe von Stephenie Meyer habe ich im September 2019 gelesen. Sie ist daher auch Teil meiner 100-Bücher-im-Jahr-Challenge. Ihr findet hier außerdem eine Rezension zu dem Spinnoff „Biss zum ersten Sonnenstrahl„.

☆★ Hier gehts zu den Infos zu meinem Bewertungsverfahren bei Rezensionen ★☆

Klappentexte

Teil 1: Biss zum Morgengrauen

„Es gibt drei Dinge, deren ich mir absolut sicher war: Erstens, Edward war ein Vampir. Zweitens, ein Teil von ihm – und ich wusste nicht, wie mächtig dieser Teil war – dürstete nach meinem Blut. Und Drittens, ich war bedingungslos und unwiderruflich in ihn veriebt.


Teil 2: Biss zur Mittagsstunde

„>>Verflucht<<, murmelte ich, als ich mir den Finger am Papier schnitt; ich zog es weg, um mir die Wunde anzusehen. Ein kleiner Blutstropfen quoll aus dem winzigen Schnitt. Dann ging alles ganz schnell.

Edward warf sich auf mich und schleuderte mich über den Tisch … Neben dem Flügel stürzte ich zu Boden – die Arme instintiv ausgestreckt, um mich abzufangen -, direkt in die spitzen Scherben hinein. Erst jetzt spürte ich den brennenden, stechenden Schmerz vom Handgelenk bis zur Armbeuge. Benommen schaute ich von dem hellroten Blut auf, das aus meinem Arm strömte – und traf auf die fiebrigen Blicke von sechs ausgehungerten Vampiren.“


Teil 3: Biss zum Abendrot

„>>Bella?<<

Das war Edwards Stimme hinter mir. Als ich mich umdrehte, sprang er leichtfüßig die Verandatreppe hinauf, die Haare vom Rennen zerzaust. Sofort nahm er mich in die Arme und küsste mich, genau wie vorhin auf dem Parkplatz. Der Kuss erschreckte mich. Edward wirkte so nervös, so angespannt, als er seine Lippen auf meine presste – als hätte er Angst, dass uns nicht mehr genug Zeit bliebe.“


Teil 4: Biss zum Ende der Nacht

„Wenn man von dem getötet wird, den man liebt, hat man keine Wahl. Wie kann man fliehen, wie kämpfen, wenn man damit dem Liebsten wehtun würde? Wenn das eigene Leben das Einzige ist, was man dem Liebsten geben kann, wie kann man es ihm dann verweigern?

Wenn es jemand ist, den man wirklich liebt?“


Cover

Cover - Biss-Reihe

De Gestaltung der Cover gefällt mir wirklich sehr gut. Jedes einzelne Cover ziert ein Frauengesicht aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Frau wirkt bleich, zart und zerbrechlich und präsentiert damit vermutlich Bella. Ansonsten sind die Cover eher düster gehalten, mit dem verschnörkelten Biss-Schriftzug versehen. Zart – düster – romantisch. Passend zum Inhalt.


Inhalt

Biss-Cover

Da ich davon ausgehe, dass die Geschichte den meisten bekannt ist und ich außerdem diejenigen, auf die das nicht zutrifft, nicht spoilern möchte, stelle ich hier nur die Geschichte im Gesamten grob dar ohne auf den Inhalt jeden Teils einzeln einzugehen.

Die junge Bella zieht zu ihrem Vater in das verregnete Forks. Obwohl sie die Stadt hasst, hat sie sich entschieden von Phoenix dorthin zu ziehen, um dem neuen Liebesglück ihrer Mutter nicht im Weg zu stehen.

Dort angekommen, bereut sie ihre Entscheidung immer wieder, genießt aber zumindest die Ruhe, die ihr in der Anwesenheit ihres Vaters gegönnt ist. Das Einzige, was Bellas Aufmerksamkeit und Interesse wirklich weckt, ist Edward Cullen, einer ihrer neuen Mitschüler. Dieser treibt sich immer gemeinsam mit seinen vier Adoptivgeschwistern herum. Die 5 außergewähnlich schönen und anmutigen Geschwister, bleiben überwiegend unter sich und scheinen in ihrer eigenen Welt zu leben.

Ohne genau zu wissen wodurch, zieht Bella immer wieder Edwards Unmut auf sich. Er scheint sie förmlich zu hassen, obwohl Bella sich Mühe gibt ihm keinen Anlass dazu zu geben. Die Situation wird noch merkwürdiger, als Edward Bellas Leben rettet, während sie fast von einem außer Kontrolle geratenen Fahrzeug zerquetscht wird. Mit scheinbar übermenschlicher Kraft bewahrt Edward Bella so vor Schlimmerem und das, obwohl er nicht mal in der Nähe stand. Langsam wird Bella klar, dass Edward kein normaler Junge ist und sie geht seinem Geheimnis weiter nach.

Entscheidende Hilfe bekommt sie dabei von Jacob einem Jungen aus dem Reservat der Quileute, den sie bereits seit Kindheitstagen kennt. So löst Bella schließlich das Rätsel: Edward ist ein Vampir. Doch auch diese Erkenntnis hält sie nicht davon ab, sich unsterblich in ihn zu verlieben. Mehr sogar, sie will werden wie er.

Selbstverständlich ist die Liebe zwischen Edward und Bella von vielen Höhen und Tiefen begleitet, der Umstand, dass Bellas bester Freund Jacob ein Werwolf und damit ein natürlicher Feind der Vampire ist, vereinfacht die ganze Sache auch nicht unbedingt.

Biss mit Kerzen

Sprache und Stil

Die ersten drei Teile sind vollständig aus Bellas Sicht, in der Ich-Perspektive geschrieben. Der vierte Teil ist in drei Teile geteilt, wobei der zweite erstmals aus Jacobs Sicht erzählt wird.

Sprachlich ist das Buch in einem, wie ich finde, für Jugendbücher typischischen Stil geschrieben. Wobei jedoch auffällig ist, dass die direkte Rede von Edward und auch einigen anderen seiner Vampirverwandten sehr altmodisch ist (logisch, wenn man aus einem ganz anderen Jahrhundert stammt). Dies wird besonders deutlich im Kontrast zu Jacobs Sprechweise, der halt eher in einem ruppigen „Slang“ redet.

Ansonsten fand ich den Schreibstil sehr angenehm, so dass sich die Bücher super in einem runterlesen ließen.

„Ich wurde mir der Zeit bewusst, die mit derselben rasenden Geschwindigkeit verstrich, mit der wir über die dunkle Straße flogen, und ich war erfüllt von der panischen Angst, dass ich nie wieder die Möglichkeit haben würde, so wie in diesem Moment mit ihm zusammen zu sein – vertrauensvoll, ohne die Mauern, die uns bis dahin getrennt hatten.“

Stephenie Meyer, Biss zum Morgengrauen

Filme zur Reihe

Bekannter als die Bücher sind wohl die darauf beruhenden Filme. Die insgesamt 5-teilige Filmreihe wurde zwischen 2008 und 2012 herausgebracht. Die Teile lauten:

  1. Twilight – Biss zum Morgengrauen
  2. New Moon – Biss zur Mittatgsstunde
  3. Eclipse – Biss zum Abendrot
  4. Breaking Dawn – Bis zum Ende der Nacht I
  5. Breaking Dawn – Bis zum Ende der Nacht II

In den Hauptrollen spielen Robert Pattinson (Edward), Kirsten Stewart (Bella) und Taylor Lautner (Jacob) mit.

Ich persönlich habe die Filme nur einmal gesehen und ich muss gestehen, dass sie mich nicht ganz überzeugt haben. Ok, die hinteren Teile fand ich schon ziemlich spannend und ja, ich musste die Reihe auch unbedingt einmal durchgucken. Aber insgesamt gefällt mir die ganz Art nicht allzu sehr. Ich finde auch die Besetzung nicht so passend.


Mein Fazit

Edward & Bella

Also ich persönlich bin ja eher von der Fraktion „Vampire Diaries“. Twilight, die Filme, haben mich nie so richtig gereizt. Trotzdem wollte ich gerne die Bücher lesen. Und nun ja, meine Gefühle fallen irgendwie sehr gemischt aus. Die Lovestory zwischen Edward und Bella finde ich ehrlich gesagt grauenhaft. Diese Liebesgeschichte ist eine von jener Sorte, bei der sich mir die Nackenhaare aufstellen. Zunächst mag ich keine Beziehungen, die auf einem so extremen Ungleichgewicht beruhen. Auf der einen Seite der absolut perfekte, makellose Edward und auf der anderen Seite die schwache, verletzliche Bella, die das Selbstbewusstsein einer Bohnenranke hat. Sie ist ihm derart verfallen und so abhängig von ihm, dass sie ohne ihn gar nicht mehr existieren kann. Edward stellt für sie den absoluten Lebensmittelpunkt dar, während ich nicht das Gefühl habe, dass das auch für ihn in Bezug auf sie gilt. Zudem fehlt den beiden meiner Meinung nach jegliches Vertrauen zueinander. Wichtige Entscheidungen treffen beide ohne Absprache mit dem anderen, schieben jedoch immer die Begründung vor, den anderen nur schützen zu wollen.

Biss - Stephenie Meyer

Bella ist zudem sehr egoistisch und stellt Edward über alles. Dabei nimmt sie keinerlei Rücksicht, weder auf ihre Familie noch auf Jacob, der immer alles für sie tut. Insgesamt sehe ich also die Liebesbeziehung und auch alle übrigen Beziehungen in dieser Romanreihe absolut kritisch.

Insgesamt

Abgesehen von den Beziehungen und den beiden Hauptcharakteren, muss ich aber zugeben, dass die Reihe mich gereizt hat. So sehr ich mich beim Lesen auch aufgeregt habe, ich musste unbedingt weiterlesen. Die Story rund um Edwards und Bellas Liebesdrama fand ich insgesamt interessant und vereinzelte Charaktere wie Jacob, Alice, Carlisle und Esme Cullen oder Seth Clearwater habe ich ins Herz geschlossen. Vor allem das große Finale war spannend, obwohl das Ende dann doch recht knapp und unspektakulär ausgefallen ist.

Ja, ich weiß mein Fazit fällt insgesamt recht negativ aus und man fragt sich vielleicht, wie ich da auf die 4 Sterne komme. Aber wie gesagt, hat die Reihe in mir einfach widersprüchliche Gefühle geweckt. Und trotz der ganzen Aufregung wegen Edward und Bella musste ich die Reihe einfach durchsuchten und das ist etwas, was meiner Meinung nach für die Reihe spricht.


Meine Empfehlung

Ich kann dir diese Reihe empfehlen, wenn du …

  • auf schnulzige Liebesgeschichten stehst,
  • Vampirgeschichten magst, allerdings die Sorte von Vampiren, die „gut“, fast menschlich sind,
  • UrbanFantasy magst,

Was ist mit dir, hast du die Reihe gelesen? Wir fandest du sie? Magst du eher die Bücher oder die Filme? Und bist du eher Team Jacob oder Team Edward?

Schreib mir gerne deine Meinung in die Kommentare.

One thought on “Biss-Reihe von Stephenie Meyer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.