Der fünfte Magier von Christine Weber

1) Schneeweiß; 2) Pechschwarz Book Cover 1) Schneeweiß; 2) Pechschwarz
Der fünfte Magier
Christine Weber
Fantasy
Selfpublishing
1) 2018; 2) 2019
Taschenbuch
1) 442; 2) 394

Rezension zur spannenden Fantasy-Dilogie "Der fünfte Magier" von Selfpublisherin Christine Weber. Rund um Drachen, Magier, Lügen und Intrigen.

Die Fantasy Dilogie „Der fünfte Magier“ von Christine Weber habe ich im Dezember gelesen. Sie ist daher Teil meiner 100-Bücher-im-Jahr-Challenge 2019.

Keine Sorge, meine Rezi ist komplett spoilerfrei 😉

☆★ Hier gehts zu den Infos zu meinem Bewertungsverfahren bei Rezensionen ★☆

Klappentext

Teil 1: Schneeweiß

„Als Licht kam ich in diese Welt, als Schatten bemächtige ich mich ihrer …“

„Seit der Krieg zwischen den vier Magiern und ihren Drachen die Welt entzweit hat, führt der junge Nomade Sorak fernab jeglicher Machtkämpfe ein friedliches Leben. Als eines Nachts das Unglück über sein Dorf hereinbricht, findet er sich an einem Ort wieder, der nur Schwarz und Weiß zu kennen scheint. Inmitten von Schuldgefühlen und aufgezwungener Verantwortung versucht Sorak, das Lügennetz zu entwirren, das zwischen Freund und Feind bald nicht mehr zu unterscheiden lässt. Doch die Wurzel allen Übels reicht noch viel tiefer, als selbst die Magier hätten erahnen können …“

Teil 2: Pechschwarz

„Die Brücke zur Wahrheit ist schmal und brüchig. Pass auf, dass du nicht hinunterstürzt …“

„Soraks Begegnung mit der anderen Seite rückt alles, was er bisher zu wissen glaubte, in ein völlig neues Licht. Unentschlossen, welchem der beiden Magier er vertrauen kann, begibt er sich auf eine Reise in die Vergangenheit, um endlich Antworten zu erhalten. Doch gerade als Sorak glaubt, zwischen gebrochenen Versprechen und schwelendem Zorn den Ursprung allen Übels gefunden zu haben, setzt seine Entscheidung eine Kettenreaktion in Gang, die nicht mehr aufzuhalten ist …“


Cover

Der fünfte Magier

Die wunderbaren Cover von „Der fünfte Magier“ wurden illustriert von Andrea Hagenauer und gestaltet von Alexander Kopainski.

Ich finde beide wirklich sehr schön und ansprechend. Zentral zeigt sich passend zum Titel jeweils das weiße bzw. das schwarze Schloß, die beide eine zentrale Rolle in der Geschichte spielen. Daher finde ich die Cover absolut passend. Ich persönlich wäre bei der Covergestaltung vermutlich konsequent geblieben und hätte nur die Farben schwarz und weiß gewählt und in Kontrast zueinander gesetzt aber durch das Blau und Rot haben wir hier zwei kräftige Farben, die beide Bücher zu echten Hinguckern machen.


Inhalt

In der Welt, die Christine Weber hier kreiert hat, gibt es Magier, Drachen und das gemeine Fußvolk. Die Magier sind in der Lage mit den Drachen zu kommunzieren und sogar diese gedanklich zu kontrollieren und zu beherrschen. Das ist selbstverständlich eine sehr gefährliche Fähigkeit und hat bereits zu verheerenden Kriegen geführt.

Dies ist einer der Gründe, weshalb Sorak und seine Sippe lieber abgeschieden in einem kleinen Dorf leben, weit weg von gefährlichen Drachen und bösen Magiern, mit all ihren Intrigen und Machtkämpfen. Aber Sorak ist scheinbar nicht weit genug entfernt, denn seine Vergangenheit holt ihn schneller ein, als ihm lieb ist. Ein plötzliches Unheil kommt über sein Dorf und ehe er sich versieht befindet er sich in Drachenstadt, der weißen Stadt, in der Menschen und Drachen zusammen leben und eine Magierin das Sagen hat.

Der fünfte Magier - Schneeweiß.

Ohne es zu wollen, steckt Sorak mitten in den Machtkämpfen und ihm kommt dabei scheinbar eine ganz besondere Rolle zu. Doch offensichtlich erzählen ihm alle um ihn herum Lügen und er kann überhaupt nicht mehr einschätzen, was überhaupt der Wahrheit entspricht. Trotzdem soll er Entscheidungen treffen, die sein eigenes Schicksal und das aller anderen betreffen. Und dabei klebt ihm auch noch dieser klugscheißerische Drache Smaragd an den Fersen.


Sprache und Stil

Der Roman ist größtenteils aus Soraks Perspektive in der dritten Person geschrieben. Wir erleben daher in erster Linie Soraks Erfahrungen mit sowie seine Gedanken- und Gefühlswelt. Zwischendurch gibt es jedoch Einschübe, in denen die Gedanken eines anderen, unbekannten Wesens geschildert werden. Dies sorgt natürlich immer wieder für Spannung und Neugierde.

Insgesamt finde ich den Sprachstil absolut angenehm zu lesen, dabei aber auch sehr gewaltig. Es wird wirklich viel und sehr detailliert beschrieben, wodurch ich das Gefühl hatte, wirklich in das Geschriebene einzutauchen. Es weckte manchmal so ein Gefühl von „Lese ich noch oder erlebe ich das gerade?“.


Die Autorin

Christine Weber

Mehr zu Christine Weber findet sich z. B. in meinem Autoreninterview, das ich mir ihr führen durfte. Außerdem findet sich Christine Weber auch bei Facebook und Instagram.

Im Social Media Bereich ist Christine meist als Miss Autorin bekannt, da sie so von dem liebenswerten Drachen Smaragd aus ihrer Fantasy-Dilogie genannt wird.


Mein Fazit

Ich liebe, liebe, liebe diese Geschichte!!! Wirklich, mich hat vor allem der erste Teil umgehauen. Ich mochte sowohl den Schreibstil als auch die Idee super gerne. Smaragd habe ich – wie nicht anders zu erwarten – total ins Herz geschlossen. Ich habe ja ohnehin eine Schwäche für Drachen und dann auch noch in GRÜN und dazu noch dieser zauberhafte, leicht sarkastische Charakter. Ich war sofort verliebt!

Ich mochte außerdem das Maß an Humor sehr gerne. Es war genau die richtige Dosis, um mich immer wieder zum Schmunzeln zu bringen ohne dabei die Geschichte ins Lächerliche zu ziehen. Ebenso verhielt es sich mit den plötzlichen Wendungen und der zerbrechlichen Wahrheit, die sich aufgrund der vielen Lügen und Intrigen ergeben haben. Diese haben zu einer ständigen Spannung geführt, mal stärker mal schwächer, sind aber nie so extrem geworden, dass ich abgestumpft wäre. Dies kann nämlich passieren, wenn die Unwahrheiten sich derart steigern, dass ich irgendwann einfach nichts mehr glaube. So weit ist es bei dem fünften Magier jedoch nie gekommen. Christine Weber hat es geschafft, genau das richtige Maß zu finden.

Der fünfte Magier - Pechschwarz

Insgesamt mochte ich viele der Charaktere sehr gerne, aber es waren auch welche dabei, die mir suspekt waren oder die ich nicht mochte. Jedenfalls waren sie alle sehr persönlichkeitsstark und glaubhaft.

Zum Ende möchte ich natürlich nicht zu viel sagen aber es kam absolut anders als ich erwartet habe – wieso überrascht mich das überhaupt? Christine hat davor ja bereits gewarnt!!! Trotzdem hat mich das Ende absolut mit gemischten Gefühlen zurückgelassen, ich war richtig aufgewühlt und war schon ein bisschen aufgebracht und dachte so: „NEIN! Das ist jetzt nicht das Ende, das ich gewollt habe!“ 😀 Trotzdem hat mich diese Dilogie absolut überzeugt und Christines abschließende Worte haben mich hinsichtlich des Endes wieder etwas besänftigt.

Meine drei Worte zur Dilogie:

magisch – unvorhersehbar – paradox


Meine Empfehlung

Ich kann dir diese Dilogie absolut empfehlen, wenn du

  • gern Fantasyromane liest,
  • Drachen und Magier magst,
  • auf Spannung, Intrigen und Überraschungen stehst.

Nun würde mich noch interessieren: Hast du das Buch bereits gelesen? Wie hat es dir gefallen? Oder hast du vor, es zu lesen? Wie hat dir meine Rezension gefallen? Schreib mir doch deine Meinung gerne in die Kommentare 🙂

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