Interview mit Autorin Laura Kier (Myalig)

Ich hatte das Glück eine außergewöhnliche und tolle Autorin kennen zu lernen, die sich zu einem kleinen Interview bereiterklärt hat: Die Selfpublisherin Laura Kier. Wie immer gibt es zunächst eine kleine Vorstellung der Autorin und ihrer Bücher. Dann folgen meine sechs Fragen mitsamt Lauras Antworten. Viel Spaß!


Vorstellung

Über Laura Kier

Fotograf: Michael Mager

Laura Kier ist Biologin und Softewareentwicklerin. Als Autorin fühlt sie sich in den unterschiedlichsten Bereichen der Phantastik zuhause, so schreibt sie Dystopien, Märchen, Fantasy, Steampunk und Science Fiction. Nachdem Laura 2008 erstmals ein Märchen in einer Anthologie veröffentlichte, blieb es lange Zeit still um die Autorin, bis sie schließlich 2016 ihre ersten Märchen als Selfpublisherin herausbrachte. Darauf folgten jede Menge weitere Märchen, sowie ihr dystopischer Debütroman „Perfektion“ und ihre Märchenadaption „Myalig“ im Steampunk-Gewand.

Besuche Laura:

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Über Laura Kiers Bücher

Märchen

Laura Kier hat eine ganze Reihe wunderbarer Märchen veröffentlicht. Die zauberhaften Cover hat die Selfpublisherin selbst gestaltet. Ich finde sie einfach wunderschön.

Bei diesen Märchen handelt es sich übrigens nicht um Kinderliteratur. Sie richten sich sprachlich in erster Linie an Erwachsene.

In der folgenden Bildershow könnt ihr euch alle Cover der bisher erschienenen Märchen von Laura Kier anschauen. Für etwas mehr Infos zu dem Märchen einfach mit der Maus über das Cover fahren oder am Smartphone den Finger auf das Cover gedrückt halten.


Perfektion – Die Veränderten

Cover: Perfektion – Die Veränderten

In Laura Kiers Dystopie „Perfektion – Die Veränderten“ steht die Menschheit unter der Macht des skrupelosen Forschungskonzerns Genteck Systeme. Kriege haben die Erdoberfläche und das Erbgut der Menschen zerstört. Als Folge daraus gibt es kaum noch Kinder.

Ein Roman über Menschlichkeit, genetische Veränderungen und Flucht.

Aufgepasst: Der zweite und abschließende Teil zu Perfektion ist für das Frühjahr 2020 geplant.

Klappentext:

Du wurdest verändert, deine DNA ist nun perfekt und du darfst Kinder bekommen. Doch bist du bereit, den Preis dafür zu bezahlen?
Der skrupellose Forschungskonzern Genteck Systeme will Adaras ungeborenes Kind und tötet jeden, der im Weg steht. Adara flieht und kämpft fortan ums Überleben. Die Drohnen von Genteck kreisen am Himmel, in den verlassenen Stollen lauern Kopfgeldjäger und wohin sie auch geht, ist das Wasser giftig. Dennoch gibt es für Adara nur ein Ziel: Die Schwestern der Auferstehung. Aber können diese Rebellen sie und ihr Ungeborenes wirklich vor Genteck beschützen?


Myalig – Gestohlene Leben

Mit Myalig hat Laura Kier ihre ganz eigene Adaption des Märchens „Die Schöne und das Biest“ geschaffen. Populäres Märchen trifft Steampunk!

Ein Märchen besonderer Art über Ethik, Ausgrenzung und Menschlichkeit.

Klappentext:

Seit Jahren fordert die Krankheit Myalig unzählige Leben. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, werden ganze Dörfer ausgelöscht.
Auch Amanda wird beinahe Opfer der Säuberungen, obwohl sie die Krankheit überlebt hat. In der Hoffnung, Amanda könnte der Schlüssel zu einem Heilmittel sein, schickt Graf Levente von Sonnfried seinen Androiden, um sie zu retten. Doch wird sie bei Levente ankommen? Und ist sie wirklich der Schlüssel zur Heilung von Myalig?

Die Schöne und das Biest einmal anders.
In »Myalig – gestohlene Leben« lässt Laura Kier Weinreben in karger Erde wachsen und treibt Zahnräder mit Sonnenenergie an. Das französische Volksmärchen im Steampunk-Setting wird zu einer düsteren Geschichte über Vertrauen, Ausgrenzung und den Kampf um Menschlichkeit.

Es gibt außerdem noch jede Menge Kurzgeschichten von Laura Kier. Ihre Schöpfungen sind wirklich vielfältig und bieten wirklich für jeden Freund fantastischer Welten etwas. Mehr Infos über Laura Kiers Veröffentlichungen, Leseproben und viel viel mehr findet ihr unter: Laura Kier Veröffentlichungen.


Das Interview

Frage 1: „Liebe Laura, magst du uns kurz in ein paar Sätzen beschreiben, was dich als Mensch und Autorin ausmacht?“

Laura: Am stärksten macht mich wahrscheinlich aus, dass ich eine Kämpferin bin. Ich gebe nicht auf, auch wenn alles um mich herum gerade düster ist und Auswege nur schwer zu finden sind. Deshalb beiße ich mich auch durch schwere Projekte und bringe sie zu Ende, selbst wenn es manchmal deutlich länger dauert, als ich mir wünsche.

Außerdem ist da noch meine Liebe zur Kreativität und zur Natur. Ich verbinde gerne beides miteinander und lasse mich von unzähligen Details im Wald oder Garten inspirieren. Meine kreative Arbeit beschränkt sich nicht auf das Schreiben, sondern ich male gerne, fotografiere, nähe, bastle … Es gibt kaum etwas, was ich nicht ausprobieren mag. Wenn mich die Muse küsst, dann tüftle ich solange daran, bis es meinen Wünschen entspricht – da ist wieder die Kämpferin.


Frage 2: Bitte beende folgenden Satz: „Schreiben ist für mich ….

Laura: Leben. Ich liebe es in den Flow zu kommen und kann beim Schreiben unzählige Abenteuer erleben. Es kribbelt mir in den Fingern und ich werde unruhig, wenn ich längere Zeit nicht schreibe. Ich brauche es, ich fühle mich mit dem Schreiben wohl und es nervt mich ungemein, wenn ich mich in eine Schreibblockade katapultiert habe, die ich nicht einfach durch weiterschreiben lösen kann.


Frage 3: Gibt es für dich ein No-Go-Thema, über das du nie schreiben würdest?

Laura: Jain. Gewaltverherrlichendes würde ich nie schreiben. Aber ansonsten kommt es für mich immer auf die Umsetzung an. Jedes noch so heikle Thema kann, wenn es stimmig geschrieben wurde, für mich denkbar sein.


Frage 4: Wieso hast du dich dazu entschieden deine Bücher selbst zu veröffentlichen (ohne Verlag)?

Laura: Weil ich sie im Selfpublishing so gestalten kann, wie ich sie haben möchte. Ich denke, das sieht man sehr schön an meinen Märchen. Gerade die Hardcover (derzeit gibt es die auch nur direkt bei mir auf Messen, Lesungen oder wer mich anschreibt) wären für einen Verlag finanziell nicht tragbar. Auch Myalig würde in einem Verlag wahrscheinlich anders aussehen.

Außerdem kann ich im Selfpublishing so viele Überarbeitungsrunden einschieben wie ich für nötig erachte, die Zeiten so planen, wie ich sie für mich brauche usw. Das heißt nicht, dass ich nie in einem Verlag veröffentlichen werde (da liegt schon was in der Pipeline, aber mehr verrate ich noch nicht), aber ich bin und bleibe vom Herzen her Selfpublisher, da ich so auch alle meine Talente einsetzen kann.


Frage 5: Neben dem Schreiben, bist du auch noch anderweitig sehr kreativ. Wodurch nährt sich deine Inspiration für deine Schöpfungen?

Laura: Am stärksten durch die Natur und meine Umgebung. Ich gehe mit offenen Augen durchs Leben und lasse unzählige Eindrücke auf mich einströmen. Oft wandeln sich die ganzen Eindrücke dann in meinen Träumen zu Geschichten oder anderen kreativen Ideen (ähm ja, ich zähl lieber nicht, wie viele schlaflose Nächte ich dadurch schon hatte).


Frage 6: Neben Märchen schreibst du auch Dystopien, Steampunk- und Fantasyromane. Gibt es bei all dieser Vielfalt etwas Verbindendes, das deine Geschichten auszeichnet?

Laura: Ja. In meinen Büchern geht es oft darum den eigenen Träumen zu folgen, niemals aufzugeben und vor allem trotz aller Widrigkeiten das Beste aus allem zu machen – so lebe ich auch mein Leben. Fast überall gibt es Hoffnungslichter, auch wenn die Welt noch so düster scheint. Vor allem aber verbindet sie die Phantastik. Für mich ein Genre der unzähligen Möglichkeiten. Es darf magisch sein oder auch mal technisch; Hauptsache es geht über die Realität hinaus.


Wow, es hat mir wirklich super viel Spaß gemacht in Laura Kiers fantastische Welten einzutauchen. Vor allem gibt es dort so so so viel zu entdecken. Ich bin bereits wahnsinnig verliebt in die Märchencover und „Perfektion“ passt absolut in mein Beuteschema. Es wird daher hier sicherlich in nächster Zeit noch mehr über Lauras Werke zu lesen geben. Aber nun möchte ich erstmal Danke sagen, liebe Laura, es war mir wirklich ein Vergnügen. Schön, dass du nun ein Teil von meinem Geschichtenrausch bist 🙂

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