Meine Flop 3 gelesener Bücher 2019

Kürzlich habe ich meine ersten 50 gelesenen Bücher in diesem Jahr vorgestellt, mit der ich die erste Hälfte meiner 100-Bücher-im-Jahr-Challenge erreicht habe. Letzte Woche habe ich aus diesen 50 Büchern meine Top 5 gekürt. Dieses Mal habe ich für euch die Flop 3 aus 50 Büchern. Macht euch gefasst auf die 3 schlechtesten Bücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe.


Flop 3 aus 50

Platz 3

Sommergewitter – Kristina Dunker

Sommergewitter

Dieses Buch würde ich nicht in jeder Hinsicht als Flop bezeichnen. Mich hat „Sommergewitter“ nur einfach überhaupt nicht mitgenommen. Ich habe mich tatsächlich beim Lesen einfach gelangweilt. Für mich hatte dieses Buch keine wirkliche Spannung, obwohl die Badische Zeitung auf der Buchrückseite etwas anderes verspricht: „Ein spannender Psychothriller mit viel Tiefgang“. Ich fand es ganz und gar nicht tiefgründig, obwohl tiefgründige Themen angeschnitten werden. Aber das ist eben der Knackpunkt: Es wir alles nur recht oberflächlich angeschnitten.

Ich habe diesen Psychothriller als Flop-Buch gewählt, weil:

  • die Spannung wenn, dann nur auf Sparflamme brennt,
  • mir da viel zu viele tiefgründige Probleme auftauchen, die absolut nicht angemessen behandelt werden,
  • ich mich beim lesen gelangweilt habe,
  • mir die Schreib- und Redeweise irgendwie spießig vorgekommen ist,
  • ich dieses Buch nicht noch einmal lesen möchte.

Platz 2

Mystic City – Theo Lawrence

Mystic City

Auf Platz 2 landet nicht nur ein einzelnes Buch, sondern eine ganze Trilogie. Die Mystic City – Reihe hat so zauberhafte Covers, dass ich wirklich einiges erwartet habe. Leider wurde meine Erwartungen absolut verfehlt. Auch hier muss ich wieder sagen, dass ich diese Bücher nicht grottenschlecht finde. Aber insgesamt betrachtet war mir das alles viel zu oberflächlich.

An sich ist die Geschichte wirklich interessant aber die Art und Weise wie sie erzählt wird, gefällt mir gar nicht. So haben weder die Dialoge noch die Beziehungen der Charaktere wirklich Tiefgang. Die Reaktionen und das Verhalten der Charaktere ist teilweise haarsträubend. Sowohl die Story als auch die Charaktere machen keine richtige Entwicklung durch, stattdessen treten Situationen oder Persönlichkeitsveränderungen einfach plötzlich auf. Man wird als Leser quasi fortlaufend vor vollendete Tatsachen gestellt, wobei man sich immer wieder gefragt „Wieso?“ Insgesamt ist das hier seichte Lektüre, während ich eine Story mit Tiefang erwartet hatte.

Ich habe diese Reihe als Flop-Bücher gewählt, weil:

  • es entäuschend war. Ich hab durch die wunderschöne Aufmachung der Cover einfach mehr erwartet,
  • in der Geschichte einfach mehr drin steckt. Das Potential wurde einfach nicht ausgeschöpft,
  • ich das Gefühl hatte, hier wurde etwas nicht mit Herzblut geschrieben,
  • ich diese Reihe nicht noch einmal lesen möchte, obwohl die Cover sich so gut im Bücherregal machen.

Platz 1

Blutraub – B. H. Fingerman

Blutraub

Tja, nun dieses Buch hat mich beim Lesen wirklich zwischendurch wütend gemacht. Am Anfang habe ich mich noch gefreut, weil es in diesem Roman eben nicht um Vampire geht, die super gut aussehen und im Sonnenlicht glitzern. Aber in erster Linie hat es mich aufgeregt, weil der Protagonist einfach ein Chauvi-Arschloch und Idiot ist. Ich habe mir erstmal nichts daraus gemacht, in Büchern sind die Protagonisten ja nun mal nicht immer Niceguys. Grundsätzlich habe ich ja auch absolut nichts gegen Bösewichte, wäre ja sonst in Krimis auch echt lahm. Aber es liegt gar nicht nur an dem Typen, sondern an dem vorherrschenden Frauenbild in dem gesamten Buch. Das ist unter aller Kanone und dasselbe gilt auch für andere Merkmale wie Nationalitäten.

Abgesehen davon, war die Geschichte eher lahm, ich fand es nicht spannend und vorhersehbar. Zum Bild der Vampire: Ja, hier glitzert keiner und Vampire sehen auch nicht immer sexy und zum verlieben aus …. stattdessen sind die Vampire hier vollkommen durchschnittlich und feiern einfach nonstop Orgien.

Ich habe diesen Vampir-Krimi als Flop-Buch Nr. 1 gewählt, weil:

  • mir diese sexistische und rassistische Denke echt gegen den Strich geht (und ich kann wirklich einiges ab),
  • ich keinen einzigen Charakter in diesem Buch auch nur ansatzweise sympathisch fand,
  • die Story an sich langweilig und nichtssagend ist,
  • ich das Bild der Vampire dort lächerlich fand,
  • ich dieses Buch definitiv nie wieder lesen möchte.

Dies hier ist wohl mein härtestes Urtail aber man verdient sich ja nicht umsonst Platz 1 meiner Flop 3 unter 50. 😉


Anmerkungen

Tatsächlich fühle ich mich ein wenig schlecht dabei, diese Bücher als Flops darzustellen. Ich schreibe selbst und fände es schrecklich, wenn mein Buch (wenn es dann tatsächlich veröffentlicht ist) in solch einer Liste auftaucht. Aber ich möchte nunmal auch ehrlich sein mit dem, was mir gefällt und was nicht. Es sollte ganz klar sein, dass dieses Ranking auf meiner subjektiven Meinung beruht. Ich möchte damit weder die Autor*innen grundsätzlich schlecht machen noch behaupten die Werke wären qualitativ minderwertig, denn dazu fehlt mir auch einfach die professionelle Kompetenz.

Demnach bitte ich alle diese Bewertung als das aufzufassen, was sie ist: Meine persönliche Einschätzung beruhend auf jahrzehntelangem Konsum von Büchern und meinen individuellen Erwartungen an gute Literatur.


Wieso ich Bücher zu Ende lese, die mir nicht gefallen

Manch eine*r wird sich vermutlich fragen, wieso ich überhaupt Bücher lese, die mir scheinbar nicht gefallen. Dafür gibt es verschiedene Gründe:

Zum einen bin ich sehr ehrgeizig und hab einen sehr unnachgiebigen Drang, Dinge zuende zu bringen, die ich angefangen habe. Da hab ich machmal gar nicht so wirklich eine „Wahl“. Ich bin, was das angeht, etwas zwanghaft 😀 Zum anderen habe ich auch immer noch die Hoffnung, dass es vielleicht besser wird. Aber vielleicht rede ich mir das auch nur ein, um mich bei Laune zu halten. Zu guter Letzt kann ich den verlorenen Stunden durch ein schlechtes Buch nur noch auf eine Art Sinn verschaffen: Indem ich darüber schreibe. Nun kann ich mir aber keine Meinung über ein Buch erlauben, das ich nur zur Hälfte gelesen habe. Also bringe ich es hinter mich und verarbeite das ganze dann schriftlich, z. B. in Beiträgen wie diesen.

Zum Schluss vielleicht noch ein weiterer Grund: Aus Respekt vor dem Buch. Verdient nicht jedes Buch ein bisschen Respekt? Es steckt ja eine Menge Arbeit in so einem Buch und bin ich es dem Buch dann nicht wenigstens schuldig, dass ich es bis zur letzten Seite lese? Ist nur ein Gedanke, der mir gerade kam. Was meint ihr dazu?


Mein Fazit

Ich würde sagen 3 Flops aus 50 ist absolut zu verkraften. Insgesamt bin ich mit meinen gelesenen Büchern wirklich happy und immerhin habe ich 5 Top-Bücher für mich neu entdeckt, die ich nun zu meinen Lieblingsbüchern zählen kann. Ich bin gespannt, was mich bei den nächsen 50 Büchern so erwartet 🙂


Was ist mit dir? Was hälst du von meiner Flop 3? Hast du die Büher auch gelesen? Stimmst du mir zu oder bist du ganz anderer Meinung? Welche Bücher waren deine größten Flops in diesem Jahr? Berichte mir gerne hier in den Kommentaren.

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